Fachkonferenz Frauen

Die Fachkonferenz will

  • Initiativen im Bereich Frauenarbeit (kfd, SKF, SOLWODI, Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz, Frauennotruf, Frauenorden ...) vernetzen
  • jährliche Veranstaltungen zum Tag der Gewalt gegen Frauen am 25. November durchführen
  • Projekt: Veranstaltung zum "Internationalen Tag der Frauen" am 8. März
  • Absprachen von Aktivitäten im Bereich "Frauenpastoral"

Exerzitien im Alltag für Frauen

Jesuskontakt 
Exerzitien im Alltag für Frauen

Mit diesem Motto ist kurz und knapp ausgedrückt, worum es Christinnen und Christen geht: Mit Jesus in Kontakt zu kommen, mit ihm in Beziehung zu bleiben und das eigene Leben an seiner Botschaft auszurichten. Dazu lädt der vierwöchige Übungsweg der Exerzitien im Alltag interessierte Frauen ein. Tägliche persönliche Gebetszeiten mit spirituellen Impulsen sowie der wöchentliche Austausch in einer Gruppe bieten die Gelegenheit, den Kontakt zu Jesus Christus (neu) zu gestalten und zu vertiefen.

Die Teilnahme sollte an allen fünf Abenden möglich sein. 

Infoabendfür alle, die Exerzitien im Alltag noch nicht kennen: 
Dienstag, 12. Februar 2019, 19:00 Uhr, 

Fünf Treffen in der Gruppe: 
Donnerstag, 7. März , 
Dienstag, 19. und 26. März 2019, jeweils 19:00-20:30 Uhr sowie 
Sonntag, 31. März und 7. April, 17:00-18:30 Uhr

Ort:
Die Treffen finden im Gruppenraum der Citykirche Koblenz am Jesuitenplatz statt. Der Eingang zum Gruppenraum befindet sich hinter der Sakristei vorne rechts in der Kirche (auf Hinweisschilder achten).
Ausnahme: Das Treffen am 7. Märzfindet in der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz, Löhrrondell 1a (neben der Herz Jesu Kirche) statt.

Leitung:
Ulrike Kramer-Lautemann, Pastoralreferentin

Info und Anmeldung(bis 25.02.2019): 
Dekanat Koblenz, Tel. 0261 / 963558-23 oder ulrike.kramer-lautemann(at)bgv-trier.de

07.04. bis 21.04.19

KarTage der Frauen in Berlin: Vergessene Heldinnen

Für Frauen bietet das Dekanat Koblenz eine Besonderheit: Unter dem Motto „Vergessene Heldinnen“ eine Fahrt nach Berlin in den Tagen vor Ostern. Vom Mittwoch der KarWoche bis Ostersonntag ist ein Programm geplant, das sich vor allem um die Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts dreht. Dazu gehören zum Beispiel die pfiffige Hedwig Dohm und die Sozialpolitikerin Marie Juchacz; aber auch die ermordete Rosa Luxemburg. Die Spurensuche wird Claudia von Gelieu begleiten, eine der bekanntesten Kennerinnen der Frauengeschichte. Hier verbinden sich die gemeinsamen Anliegen; Erinnerung an die Passion und Erinnerung an die Kämpfe und das Leiden von Frauen. Geplant ist auch ein Besuch des „Verborgenen Museums“ in Charlottenburg. Zur Vorbereitung der Osternachtfeier wird die Berliner Künstlerin Gesine Finder mit der Gruppe arbeiten; eine feministische Bibellektüre gehört ebenso zum Programm.

Die Unterkunft im Gästehaus Don Bosco und die Reise per Bahn sind im Teilnahmepreis von 300 Euro enthalten. 

Information und Anmeldung: jutta.ksj(at)gmail.com

Jutta Lehnert, Pastoralreferentin

Feministische Re-Lektüre - Die Bibel mit neuen Augen lesen

Ein Bibel-Lese-Kreis für Frauen

So wie ein textiler Stoff aus ganz verschiedenen Fäden gewebt ist, so wird auch ein literarischer Text von verschiedenen Erzählfäden durchzogen. In der Lektüre  biblischer Texte ist dabei im Laufe der patriarchalen Auslegungsgeschichte meistens der „weibliche Faden“ übersehen oder verdrängt worden – darum soll er in dieser Runde hervorgehoben werden.

Termine finden Sie im Kalender auf der Startseite

Leitung: Jutta Lehnert, Pastoralreferentin

  

Text und Textil

haben im Lateinischen die gleiche sprachliche Wurzel, was auf die Ähnlichkeit in ihrer Grundstruktur verweist:

So lässt sich ein Text als Gewebe aus unterschiedlichen Kett- und Musterfäden verstehen, wie es am Webstuhl entsteht. In der Antike war das die bevorzugte Art, Stoffe herzustellen:

Tragende Kettfäden wurden als Basis in den Webstuhl eingezogen und aufgerollt, die Schussfäden wurden mit dem Weberschiffchen eingewoben und dann mit dem Kamm gestaut. Das fertige Textilstück wurde einfach abgeschnitten und vernäht. Die Kettfäden wurden wieder neu gespannt; der Webvorgang konnte wieder beginnen. Mit Hilfe unterschiedlich gefärbter Schussfäden konnten feiner Muster im textilen Stück entstehen, die bestimmte Farben stärker oder schwächer hervortreten ließen.

Dieser Webvorgang lässt sich für die Analyse eines Textes anwenden:

Bestimmt Erzählfäden treten in den Vordergrund, andere klingen leise an, wieder andere sind nahezu unhörbar. Welche Erzählfäden die Handlungsstränge tragen, welches der „rote Faden“ ist, welche Muster sich verändern, welche Erzählfäden leicht übersehen werden - das herauszufinden ist die spannende Aufgabe der aufmerksamen Lektüre. Die gelingt am ehesten in einer Gruppe, in der unterschiedliche Hörgewohnheiten zusammenkommen.

Dem Text wird man am besten gerecht, wenn man wach bleibt für die Tatsache, dass jeder Text im Zusammenhang seines Kontextes steht oder Produkt seines Kontextes ist: Welche Stimme im Text besonders zu hören sein soll, welche Stimmen übertönt werden, welche Handlungsfäden sich im Muster verändern – das alles hat mit den Einstellungen und Entscheidungen zu tun, die der Autor/die Autorin/die Autorengruppe getroffen haben. Aus diesem Grund finden sich in der Bibel Texte, die im Widerspruch zueinander stehen: Texte sind eben auch Kampfplätze, an denen über die Deutung der Wahrnehmung gestritten wird. Uns Leserinnen und Leser ist aufgetragen, dem Streit nachzugehen und eine idealistische und individualistische Übernahme des Textes zu vermeiden.

So entsteht ein Stoff, der es bis heute in sich hat!