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Impuls für die Woche

15.01.21

Schneeweiß

Gibt es ein reineres Weiß als Schneeweiß? Wenn ich eine frische, unberührte Schneedecke betrachte, die zudem noch von der Sonne beschienen wird und die Landschaft verzaubert, dann hat das auf mich eine zutiefst beruhigende, aber gleichzeitig auch belebende Wirkung. Wie schön ist es, trotz klirrender Kälte durch eine solche Winterlandschaft zu wandern. Vielleicht ist es Ihnen in den letzten Tagen ja trotz Corona gelungen, eine solche Schneewanderung zu erleben.

Warum berührt uns dieses Bild einer unberührten Winterlandschaft, in der Hügel und Täler, Bäume und Häuser, Äcker und Gärten von einer reinweißen Schneedecke bedeckt sind?

Vielleicht weil wir alle des grauen Alltags, der Schatten und des Schmutzes in unserer Welt so überdrüssig sind und eine tiefe Sehnsucht in uns tragen, Neuem und Frischem, echtem und unverfälschtem Leben mehr Raum zu geben.

Noch ist das neue Jahr nicht so alt, dass man nicht Weichen stellen könnte für die kommende Zeit. In der Bibel fängt ein solche Neuorientierung immer mit einer Umkehr an; einer Umkehr, der die Einladung Gottes vorausgeht: »Selbst wenn eure Sünden scharlachrot sind, sollen sie schneeweiß werden. Eure Sünden mögen blutrot sein, doch sie sollen werden wie weiße Wolle.« (Altes Testament, Buch Jesaja 1,18)

Ganz egal, wieviel Unrat und Scherben, wieviel Zerbruch und seelischer Sondermüll, wieviel Wut und Frust und Tränen unser Leben belasten, Gott nagelt uns nicht fest auf unserer Vergangenheit, sondern eröffnet allen, die ihn um Vergebung bitten, eine neue Zukunft. Probieren Sie es doch aus – und wandern mal los in dieses göttliche Winter-Wunder-Land der Gnade und Vergebung!

Werner Süs, Pastor