Herzlich willkommen im Dekanat Koblenz - online

Dekanat Koblenz

Wir freuen uns über Ihren Besuch auf der Homepage des Dekanats Koblenz. Sie soll Ihnen ein wenig Orientierung und Überblick zum Leben der katholischen Kirche im Raum Koblenz geben.

Zur katholischen Kirche im Raum Koblenz gehören acht Pfarreiengemeinschaften und viele verschiedene kirchliche Einrichtungen.

 

Hier finden Sie eine kurze Übersicht über aktuelle Termine und Veranstaltungen und neue Informationen.

Termine und Veranstaltungen

Februar

    März

    April

    Mai

      Juni

      Juli


        Vorschau


          Informationen

          2nd Hemd&Hose-Markt Koblenz 2017

          12.200 Euro wurden am Markt-Wochenende umgesetzt; so viel wie nie zuvor. Die große Zahl der Besucherinnen und Besucher zeigte, dass der kritische Blick auf den eigenen Konsum und die Suche nach Alternativen stark im Kommen ist. Die Idee des 2nd Hemd&Hose-Marktes, den es seit 1999 im Bistum Trier an unterschiedlichen Orten immer wieder gibt, liegt in diesem Trend: Statt neue, oft billige Kleidung in minderer Qualität zu kaufen, suchen immer mehr Menschen auf dem Gebrauchtkleidermarkt nach gut erhaltenen Kleidungsstücken in besserer Stoffqualität. Dem Wert eines einzelnen Kleidungsstückes, in dem ein langer Entwicklungs- und Produktionsprozess steckt, wird so besser Rechnung getragen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die gebrauchte Ware durch mehrmaliges Waschen weniger von Schadstoffen wie z.B. Kaliumdicromat (Farbfestiger) belastet und deshalb gesünder für die Haut ist – in Zeiten von zunehmenden Allergien ein weiterer Grund für gebrauchte Kleidung. Gebrauchte Kleidung ist zudem günstig für den Geldbeutel; so waren auf dem Koblenzer Markt wie immer die Preise extrem niedrig. Die Masse der geschenkten Kleidung und das hohe Besucheraufkommen waren der Grund für die hohe Umsatzquote.

          Dass es auch Spaß macht, sich stundenlang im Markt aufzuhalten, war der guten Atmosphäre anzumerken: Hier treffen sich seit Jahren Gleichgesinnte, die wissen, dass es die Vielfalt der tausende von Einzelstücken ist, die den Markt in der Jugendkirche X-Ground interessant und besuchenswert macht. Wer am Vorabend des Marktes den Film „Der Preis der Mode“, vorgeführt von Achim Trautmann  vom BUND Koblenz gesehen hat, verspürt ohnehin keine Lust mehr, neue Kleidungsstücke zu kaufen. Erschütternde Informationen über die Textilproduktion in Billiglohnländern, über den verantwortungslosen Umgang mit Chemikalien, unter dem die Einwohner dort zu leiden haben, entlarven die globalisierte Textilindustrie als echte Bedrohung für Mensch und Natur. Hier mischen sich Profitgier, Rassismus, Frauenverachtung und Rücksichtslosigkeit in hohem Maße.

          Wie in den letzten Jahren üblich, war eine Schneiderwerkstatt im Markt aufgebaut, in der sich unter der Anleitung der Stoffkünstlerin Brigitte Pappe so manches Einzelstück mit Hilfe von Krawatten, Stoffresten oder Tricks aus dem Schneiderhandwerkt aufpeppen ließ. Die Jugendlichen der Firmgruppen aus den umliegenden Gemeinden sorgten für das leibliche Wohl im Café Empore, unterstützt durch eine großzügigen Kuchenspende von Schirmherrn Berti Hahn.
          Am Upcycling-Tisch von Gemeindereferentin Britta Mies und Sozialarbeiterin Michalina Jonderko konnten Kinder lernen, was sich aus leeren Milchtüten und Shampooflaschen alles herstellen lässt, wenn man der Kreativität freien Lauf lässt. Der Markt zieht in jedem Jahr schon im Vorfeld viele Menschen an, die sich an der Vorbereitung beteiligen: Jugendliche aus den Upcycle-workshops, Frauen aus ihren Gemeinschaften, Teilnehmerinnen der Nähwerkstätten. Der Markt hat, neben der bestellten Lieferung von der FairWertung (die sich auch aus der jährlichen Bolivienkleidersammlung speist), viele Spenderinnen und Spender aus Koblenz, die zu Gunsten dieser Aktion ihren Kleiderbestand auf den Prüfstand stellen und so manches schöne Einzelstück hergeben. Es ist viel Arbeit, alles zu sortieren und zu präsentieren, aber immer ein gutes Miteinander, bis der Markt steht – und bis er wieder abgebaut ist. Er kommt wieder – versprochen!

          Jutta Lehnert, Dekanat Koblenz 

          Angebote für Paare

          ... weil ich dich liebe!

          Auch 2017 bietet das Dekanat Koblenz für Paare wieder ganz unterschiedliche Angebote an.

          Informationen erhalten sie hier!

          Kirche und Menschen - Koblenz City

          Ökumenisches Gedenken der Reichspogromnacht in der City-Kirche

          Ins rechte Licht gerückt

          Die Gebietsführung der Hitlerjugend zieht im Oktober 1933 in die „Alte Burg“
          Das Photo zeigt das Amt für Volkswohlfahrt in der Neustadt. Erinnerung an die Zeit, wo soziale Fürsorge nur noch den „würdigen“ Volksgenossen galt.

          Gleich nach der Begrüßung durch Dekanatsreferentin Christiane Schall sahen die Gottesdienstbesucher auf ein vertrautes Koblenzer Photomotiv, aber in verstörendem Kontext. Der Schloßvorplatz, als „Thingstätte“ der Nationalsozialisten für die Ersten-Mai-Feierlichkeiten dekoriert und bevölkert.

          Photographischer Faschismus, so die einleitende Deutung der Nazi-(Bild)-Propaganda durch Pastoralreferent Manfred Henkes. Da wird das Völkische mitsamt seinem Führerkult inszeniert, gut ausgeleuchtet, das Dunkle aufgehellt, das Harte weichgezeichnet, das Schlimme ausgeblendet. Schon 1933: Alles ins rechte Licht gerückt. Alles im Bild, doch viele wollten lieber nicht im Bilde sein.

          Die Gestalter des Gedenkens schafften es eindrucksvoll auch im weiteren Verlauf, die Indoktrinierung mit der perfiden antisemitischen Ideologie des reinrassischen  Arier-Deutschtums sichtbar werden lassen. Auch dank erhellender Hintergrundtexte aus Geschichte und Literatur, wie zum Beispiel das von Claudia Krekeler intensiv vorgetragene Gedicht „Lied einer deutschen Mutter“ von B. Brecht. Dort heißt es am Ende: „Sah das braune Hemd dich tragen, habe mich nicht dagegen gestemmt. Denn ich wusste nicht, was ich heut weiß: es war dein Totenhemd.“

          Zu Beginn jedes thematischen Teils ein Koblenzer Photo aus dieser Zeit. Da zeigte ein Bild das Lutherfest am Kaiser-Wilhelm-Ring (htg. Friedrich-Ebert-Ring) vom 19.11.1933. Superintendent Rolf Stahl zitierte u.a. aus der Predigt des Reichsbischofs, der die „Errettung unseres Volkes“ durch Adolf Hitler als „ein Geschenk aus Gottes Hand feierte“. Ein weiteres Beispiel sei noch erwähnt: ein Photo aus den Dreißiger Jahren zeigt ganz unschuldig den Blick vom Löhrrondell in die Löhrstraße. Martin Witte, Mitglied der Vorbereitungsgruppe, erinnerte an den zeitgeschichtlichen Hintergrund: Nicht weit davon damals das Kaufhaus der Warenhauskette Hermann Tietz, schon im Sommer 1933 „arisiert“ und auf Druck der NSDAP umbenannt zur „westdeutschen Kaufhof AG“. Die jüdische Familie Tietz, nur ein Beispiel für die vielhunderttausendfachen Enteignungen in den folgenden Jahren. Nach der Reichspogromnacht wurde die Arisierung bis zur entschädigungslosen staatlichen Enteignung jüdischen Vermögens radikalisiert. Zu den großen Arisierungs-Gewinnern gehörten die Großindustrie, vor allem der IG-Farben-Konzern, die Flick-Gruppe und Großbanken.

          Am Ende des Gedenkens die nachdenklich-beunruhigende Frage: Was bleibt uns heute? Die Antwort an diesem Abend – und hoffentlich auch darüber hinaus: Bilder-lästiges Erinnern! Denn das alles sind nicht nur Photos. Ins rechte Licht gerückt, geben sie eine leise Ahnung, was immer noch bis heute christlich-jüdischer Auftrag sein muß. Das Erinnern – mit Bildern und Worten. Ein unbeugsames Erinnern, den millionenfachen Opfern des Holocaust geschuldet.

          Das waren nicht nur Photos am Gedenkabend des 9.11. Und gerade deshalb die Aufforderung der übrigen Mitwirkenden, Pfarrer Staymann von der Altkatholischen Pfarrgemeinde und Thomas Krekeler aus dem Dekanat Koblenz: Schaut auch heute genau hin, wenn sich manche ins Bild setzen, scheinbar „alternativ für Deutschland“, um das „Völkische“ wieder hoffähig zu machen. Natürlich ohne Flüchtlinge.

          Auch diesem Heute widerstehen, den neuen Opfern geschuldet, dazu ermutigten die Veranstalter, das Dekanat Koblenz, der Ev. Kirchenkreis und die Alt-kath. Pfarrgemeinde St. Jakobus an diesem Abend. Musikalisch einfühlsam begleitet durch die Gülser Musikgruppe Zores & Bagaasch.

          Evensong 2016/2017

          Rollenwechsel: Filme jenseits des Mainstreams

          Neue Homepage "Jugend im Dekanat Koblenz"

          Informationen rund um die Jugendarbeit im Dekanat Koblenz finden sich nun auf einer neuen Homepage.

          Auf der Homepage der Jugend im Dekanat Koblenz findet ihr wichtige Infos und Angebote um euch in der Jugendarbeit zu engagieren, fortzubilden oder einfach so an spannenden Angeboten teilzunehmen.

          Bitte dem Link folgen:

          Jugend im Dekanat Koblenz